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Immobilienkrimis

Kpitel 20 - a – Krimi Nr. 10, nach 2010, die Flesch-Leichenfledderer der Curanis-Pleite


Zur Erinnerung: Dies ist ein SF-Roman, der in einer Parallelwelt spielt. Er hat mit der realen Welt, in der wir leben, nichts zu tun.

Haben Sie schon mal Ihrem „Vermieter“ einen Mahnbescheid geschickt und sind als Antwort aufgefordert worden, innerhalb von 3 Tagen die Wohnung zu räumen? Sowas gibt’s in Deutschland nur bei FLESCH Immobilien in Essen. Zufall, daß der Name Flesch immer wieder als Curanis-Nachfolger auftaucht?

Also, auf eine Mietminderungsmitteilung von 100% erfolgt keine Reaktion. Warum 100%? Ganz einfach, weil die Rechnungen der Stadtwerke nicht bezahlt wurden und die Stadtwerke den Mietern ankündigten, das Wasser abzusperren.

Auf eine Aufforderung, den Nachweis zu erbringen, daß man Curanis-Nachfolger ist, keine Reaktion. Auf eine Aufforderung, den Nachweis zu erbringen, daß man neuer Eigentümer ist, keine Reaktion. Im Grundbuch steht immer noch der alte Eigentümer WIP IV.


Darf die Flesch Immobilien einfach Sparbücher bei Curanis rausholen und verwerten? Nennt man sowas nicht Unterschlagung von Insolvenzvermögen?


Schröder, Kröger, Reiff und Consorten nennt sich die Anwaltskanzlei, die diesen Blödsinn mitmacht. Zufall, daß es sich um Fachanwälte für Strafrecht handelt? Interessant: Das Datum, an dem wir einen Vollstreckungstitel beantragen können, hat man als Datum für die Räumungsaufforderung genommen. Auch interessant: ein Rechtsanwalt ist dabei, der Arzt ist (oder war?) Der muß doch schon beim Studium vor lauter $-Zeichen in den Augen nichts mehr gesehen haben. Hat darüber irgendjemand irgendwelche Informationen?


Aber am besten, denke ich, berichte ich mal der Reihenfolge nach.


Kapitel 20 - b – Krimi Nr. 10, nach 2010, die Flesch-Leichenfledderer der Curanis-Pleite


Zur Erinnerung: Dies ist ein SF-Roman, der in einer Parallelwelt spielt. Er hat mit der realen Welt, in der wir leben, nichts zu tun.

Der Curanis-Krimi endet ja im Prinzip zum Jahresende 2010. In den letzten Dezemberwochen wurde kein Müll mehr abtransportiert, in der ersten Januarwoche auch nicht. Also rief ich das Gesundheitsamt an, denn die Mülltonnen standen draußen und der Müllraum im Haus füllte sich (es waren mal 48 Parteien im Haus). Nach einigen Stunden erhielt ich die Info, man habe den neuen Eigentümer ausfindig gemacht, Flesch Immobilien in Essen. Von dort kam dann auch schnell die telefonische Bitte, die Stadt nicht mehr anzurufen, das sei sehr teuer, und die Frage, ob ich mich denn eventuell um den Müll kümmern würde, man suche eh einen Hausmeister vor Ort und man habe so viel zu tun durch so viele aufgekaufte Curanis-Objekte, es dauere noch, bis man sich da durchgewühlt habe. Nun ja, warum nicht, ein kleiner Nebenverdienst war mir durchaus willkommen.

Als nächstes kam die Frage, ob ich mich um die Schlüssel kümmern könne und darum, welche Wohnungen leerstünden, man habe keine Schlüssel von Curanis bekommen und habe fast keine Informationen. Selbstverständlich würden meine Auslagen und meine Arbeit bezahlt. Die wenigen Flesch-Mitarbeiter, die ab und an vorbeikamen und Kleinigkeiten erledigten, kündigten mich bei allen Mietern als neuen Hausmeister an, sodaß sich die Mieter denn auch mit Informationen und Reklamationen an mich wandten. Allerdings wurden Reparaturanforderungen, die ich nicht selbst erledigen konnte und weitergab, nur selten erledigt, bzw. nur dann, wenn sie einfach und preiswert waren.

Am 1.2.2011 kam dann ein Schreiben an die Mieter, man sei der neue Eigentümer und die Miete sei nunmehr an Flesch zu zahlen. Das war's. Es tat sich weiter nichts. Alle Reklamationen liefen bei mir ein. Ich besorgte fehlende Schlüssel, ließ Schlüssel-Kopien anfertigen (die Kosten habe ich bis heute nicht ersetzt bekommen), aktualisierte die Klingelanlage und die Briefkastenanlage, schickte rund 130 alte Briefe an ehemalige Mieter zurück, erneuerte massenhaft defekte Birnen und ließ schließlich mit telefonischer Genehmigung Flesch den Schlüsseldienst kommen und Zugangstüren zu den Armaturen des Hauses aufbrechen.

Im März ließ sich endlich der Herr Flesch bei uns blicken und erzählte einen solchen Blödsinn, daß ich mißtrauisch wurde. Unsere Kosten und Arbeiten sollten selbstverständlich bezahlt werden, über den Hausmeisterjob müsse er noch eine Nacht nachdenken. Das war's dann für Wochen. Eine Rückfrage beim Grundbuchamt ergab, daß WIP IV immer noch Eigentümer war. Ein BGH-Urteil vom 26.3.2008, VIII ZR 133/07, besagt, daß im vorliegenden Fall Mieten bis zur Vorlage des Grundbuchauszuges an den alten Vermieter zu zahlen sind.

Mitte April hatte sich an diesem Zustand noch nichts geändert. Es war immer noch die WIP IV als Eigentümer eingetragen.

Aber Mitte März kam ein Rundschreiben der Stadtwerke, daß man leider am Monatsende wegen unbezahlter Rechnungen das Wasser abstellen müsse. Die Absperrung des Wassers konnte verhindert werden. Auch die Stadtwerke hatten noch den alten Eigentümer eingetragen und der hatte schon länger keine Rechnungen mehr bezahlt.

Meine Aufforderungen an Flesch, die Zahlung der Wasserrechnungen nachzuweisen, den Grundbuchauszug vorzulegen, meine Kosten und Rechnungen zu bezahlen, blieben bis heute unbeantwortet.


Kapitel 20 - c – Krimi Nr. 10, nach 2010, die Flesch-Leichenfledderer der Curanis-Pleite


Zur Erinnerung: Dies ist ein SF-Roman, der in einer Parallelwelt spielt. Er hat mit der realen Welt, in der wir leben, nichts zu tun.

Schließlich kam am 6.4.2011 eine Mitteilung an die Mieter mit den Namen und Telefonnumemrn von Ansprechpartnern einschließlich einem Hausmeister vor Ort. Da ich das nicht war und bis dahin auch keine Zahlungen erhalten hatte, beantragte ich doch mal einen (Online-)Mahnbescheid gegen die Firmen Flesch über die aufgelaufene Summe von 857,90 Euro. Schließlich, wer weiß denn, ob die jemals Eigentümer werden? Der Mahnbescheid wurde am 14.4.2011 zugestellt. Die Antwort bestand wohl darin, daß Flesch seine Rechtsanwälte beauftragt hat, mich loszuwerden.

Da der Samstag juristisch kein Arbeitstag ist, bekam ich am 26.4.2011 eine Aufforderung, die Wohnung bis zum 29.4.2011 zu räumen. In einer fristlosen Kündigung wurden außerdem Mieten nach 2,5 Jahre alten Unterlagen angefordert, die längst mehrfach korrigiert waren. Natürlich sollte außerdem innerhalb dieser Zeit eine Wohnungsrenovierung von uns durchgeführt werden unter Androhung der Beauftragung von Fremdfirmen – nachdem Herr Flesch zuvor erklärt hatte, die Kaution sei wohl verschwunden – und außerdem die Forderung nach weiterer Nutzungsentschädigung für die Wohnung.

Selten so gelacht. Ich bin mal gespannt, was die Presse für diese Story bezahlt.

Danach schaute ich mir die Internetpräsenz der Firma Flesch an. Web-Seiten von Partnerfirmen nicht erreichbar, Adressen unbekannt. Flesch-Adressen uralt. Letzte Aktualisierung wohl vor 2 Jahren. Viel Geschwätz und wenig konkretes. Ich würde sagen, eine kleine Klitsche mit einer großen Schnauze.

Auch der Webauftritt der Rechtsanwälte ist interessant. Viel Ahnung von unserem Rechtssystem scheinen die nicht zu haben. Musik und Videos sollen dies wohl überspielen. Ich werde mal bei der Anwaltskammer anfragen, ob es diese Kanzlei überhaupt gibt.

Jetzt kommt doch das Schreiben der Anwälte noch mal, per Einschreiben-Einwurf, am 29.4.2011 mit der Aufforderung zur Wohnungsräumung bis 29.4.2011. Wie blöd und frech dürfen eigentlich heute Anwälte in Deutschland sein?

Im Laufe der Woche schickt der Mieterschutzbund erst mal ein kurzes Schreiben an Flesch, Ein nettes Fax von mir bekommt er auch noch. Eine einstweilige Anordnung ist beantragt. Mal schaun, wie's weitergeht. Auf jeden Fall gibt’s hier noch lange was zu lachen.


Kapitel 20 - d – Krimi Nr. 10, nach 2010, die Flesch-Leichenfledderer der Curanis-Pleite


Zur Erinnerung: Dies ist ein SF-Roman, der in einer Parallelwelt spielt. Er hat mit der realen Welt, in der wir leben, nichts zu tun.

Manche Information hierzu gibt's auch in der Internet-Zeitung Readers Edition oder im Webblog Fundatis-Curanis (ca. 1000 Besucher pro Tag) oder unter www.buergermeinungen.de


Wenn man sich so im Internet umschaut unter dem Thema Vermieterwechsel, dann wird überall gewarnt vor den bösen Vermietern, die versuchen, vor einem Grundbucheintrag schon Mieten zu kassieren.


Also, wenn der bisherige Eigentümer mitteilt, daß ab dem x.x.xx an einen neuen Eigentümer auf dessen Bankkonto yyy zu zahlen ist, dann ist das ok. Aber dieser Fall liegt hier nicht vor.


Wenn der neue Eigentümer mit dem „Hallo, ich bin der Neue“ einen beglaubigten Grundbuchauszug an die Mieter schickt, dann ist das auch ok. Aber auch dieser Fall liegt hier nicht vor.

In allen anderen Fällen kann's teuer werden.

Zahlt nämlich der Mieter schon bevor eine der obigen Bedingungen erfüllt ist, an den neuen Eigentümer, hat er Pech gehabt, wenn anschließend der alte Eigentümer ankommt oder dessen Konkursverwalter oder dessen Insolvenzverwalter oder dessen Nachfolger und fragt „wo sind meine Mieten?“. Vorsicht, Gefahr auch durch verschleppte Curanis-Insolvenzen.


Die entsprechenden Urteile des Bundesgerichtshofes gibt es schon lange: z.B. VIII ZR 24/05 oder VIII ZR 133/07.


Teuer wird’s aber auch für den neuen Vermieter, der in alle Rechte und Pflichten des Mietvertrages einschließlich aller mündlichen Vereinbarungen (!) eintreten muß (!). Hat er keine Kautionen, so ist dies sein Problem. Der Vermieter haftet auch für die Zinsen. Man sollte sich also bei einem Wechsel den Nachweis der verzinslichen Kautionsanlage vorlegen lassen, insbesondere im Hinblick auf Verjährungsfristen.


Die beginnen übrigens erst, wenn einer der oben genannten Eigentumsnachweise vorliegt. Der Mieter ist dabei nicht verpflichtet, selbst entsprechende Erkundigungen einzuziehen.


Zur Vereinfachung: Ich habe am 14.4.2011 einen Mahnbescheid an beide Flesch-Firmen zustellen lassen. Zu diesem Zeitpunkt lag laut Auskunft des Grundbuchamtes noch keine Grundbucheintragung vor, bzw. war der alte Besitzer WIP IV eingetragen.


Der neue Vermieter muß auch die Nebenkostenvorauszahlungen abrechnen. Kann er das nicht, kann dies für ihn ebenfalls teuer werden. Vorausgesetzt, der Mieter hat die alten Abrechnungen fristgemäß beanstandet. Die beinhalten nämlich einen weiteren und bisher nicht bekannten Fehler: Die Kosten für den Gaseinkauf sind um hier mindestens 20% zu hoch und der Eigentümer ist zum preiswerten Einkauf verpflichtet. Ganz abgesehen von allen anderen Fehlern, die ich ja bereits in einem Schreiben an die Mieter mitgeteilt hatte. Man sollte hierauf auch bei der Nebenkostenabrechnung für 2010 achten.


Problematisch wird es dann für 2011. Der neue Eigentümer hat vor Grundbuchauszug nichts im Haus zu suchen, kann also auch vorher keine Kosten geltend machen, die ihn betreffen.


Die Frist für Einwände gegen die Nebenkostenabrechnung 2009 endet übrigens für die Mieter dieses Objektes am 21.9.2011, Posteingang beim Vermieter.


Kapitel 20 - e – Krimi Nr. 10, nach 2010, die Flesch-Leichenfledderer der Curanis-Pleite


Zur Erinnerung: Dies ist ein SF-Roman, der in einer Parallelwelt spielt. Er hat mit der realen Welt, in der wir leben, nichts zu tun.

Wie kommt man an Geld? Seite 1

Von Harald Hardiek, Neukirchener Straße 57, 47829 Krefeld

Also, als Vermieter könnte man doch mal die Nebenkostenvorauszahlungen erhöhen, sagen wir um 100,-- Euro/Monat. Macht dann schon mal 1200,-- Euro/Jahr an zinslosem Darlehen. Bis man die Vorauszahlungen abrechnen muß, vergeht nochmal ein Jahr. Ergibt schon 2400,-- Euro.

Wenn man die dann behalten und nicht zurückzahlen will, dann braucht man noch eine Hausverwaltung, die rechtzeitig in Konkurs geht. Das ist natürlich mit Kosten verbunden, für 2400,-- Euro lohnt sich das nicht. Aber wie sieht's aus bei 48 Wohneinheiten? Das macht dann schon 115.200,-- Euro. Da ist schon eine GmbH-Pleite drin, mit der neuen UG geht’s natürlich noch billiger.

In einer solchen Wohnung habe ich gewohnt. Zur Alten Schmiede 75 in 47804 Krefeld. Bei der ersten Pleite der Hausverwaltung denkt man ja noch an nichts Böses. Dann hört man von anderen Bewohnern, daß es auch schon Eigentümerpleiten gegeben hat. Dann kommen falsche Nebenkostenabrechnungen mit Positionen, die es überhaupt nicht gab, mit Grundsteuererhöhungen, von denen die Stadt gar nichts weiß, usw.

Dann kommt die Curanis-Pleite Anfang 2011. Größter Arbeitgeber in Münster nach der Bundeswehr. Betrügerischer Bankrott. Verschwundene Akten. Zerstörte Computer-Datenplatten. Und die Aussage der ermittelnden Staatsanwaltschaft „der Fall ist so groß, den müssen wir erst aufsplitten, wir können noch keine Aktenzeichen vergeben“.

Da wird man doch neugierig. Ich zumindest. Also: Tatsächliche Nebenkosten schätzen lassen, durch den Mieterschutzverein, mit den Hausbewohnern reden, und die Nebenkostenvorauszahlungen sind hier wirklich um 100,-- Euro im Monat zu hoch, in manchen Wohnungen sogar noch mehr. 48 Wohnungen sind im Haus.

Und weiter geht's: Der Eigentümer WIP IV hat 31 Immobilienobjekte in NRW. Bei jeweils gleicher Wohnungsanzahl und gleichem Vorgehen ergibt dies schon 3.571.200 Euro, also rund 3,5 Millionen. Im Haus leben rund 1/3 der Bewohner von Sozialamt oder ARGE, also über 1 Million aus der Staatskasse.

Ein erster Strafantrag wegen betrügerischer Nebenkostenabrechnungen und verschwundener Vorauszahlungen bringt nichts, der Eigentümer redet sich raus, er habe von nichts gewußt und die Hausverwaltung ist ja Pleite. Interessanterweise haben Eigentümer und Hausverwaltung gemeinsam ein 2-Familien-Wohnhaus als Anschrift angegeben. Aber das sieht die Staatsanwaltschaft nicht.

Nach weiteren Recherchen, inzwischen haben wir mit der Flesch-Gruppe einen neuen Hauseigentümer (zumindest angeblich), wird’s immer interessanter:

Wie kommt man an Geld? Seite 2

Denn die WIP IV gehört der Vivacon. Das ist Deutschlands größter Immobilienkonzern. Irgendwo hab ich was von 50.000 Wohneinheiten gelesen. Bei 1200,-- Euro im Jahr ergäbe das dann 60 Millionen im Jahr. Und tatsächlich, die Vivacon hat in den letzten 5 Jahren im Durchschnitt jeden 2.ten Tag eine Handelsregistereintragung produziert. Da werden Beteiligungen verschoben, Geschäftsführer verschoben, Firmensitze verschoben, ein Verschiebebahnhof, der jeden Modellbahner erfreuen würde.

Die Kripo Krefeld spricht inzwischen von organisiertem Verbrechen, so raffiniert aufgebaut, daß die Verbrecher kaum mit einer Verurteilung rechnen müssen. Denn falls wirklich mal eine Staatsanwaltschaft in einem Einzelfall ermittelt, dauert es, bis sie dahinterkommt, daß es mehr als ein Einzelfall ist. Und wenn dann der Firmensitz wechselt, ist eh eine andere Staatsanwaltschaft zuständig, an die man die Akten weitergibt und die sich erst mal wieder einarbeiten muß. Und so kann man putzmunter und frech immer weiter betrügen und via Sozialämter und ARGE den Steuerzahler schröpfen. Ganz zu schweigen von den vielen kleinen Mietern, von denen die meisten eh den Ärger und den Aufwand scheuen und lieber zahlen, oder, wenn sie lange genug schikaniert wurden, genervt ausziehen und froh sind, wenn sie ihre Ruhe haben.

Was ist aber, wenn ein Mieter – so wie ich - die Frechheit besitzt, selbst zu recherchieren und nachzuhaken und gar noch seine Mitmieter auf die „Merkwürdigkeiten“ aufmerksam zu machen? Nun, den muß man schnellstens loswerden.

Also schaun wir mal, wie's denn aktuell im Hause aussieht. Da schreibt Anfang Februar 2011 eine Flesch GmbH in Essen, die Firma Flesch UG habe das Haus gekauft und sie, die GmbH, sei jetzt mit der Verwaltung beauftragt und man möchte die Mieten doch in Zukunft auf ein angegebenes Konto der Flesch UG überweisen. Die Firma Flesch UG gibt es zu diesem Zeitpunkt nicht, weder in Essen noch in Düsseldorf. Der bisherige Eigentümer WIP IV ist angeblich an eine Düsseldorfer Firma (die SPORTS-Gruppe) verkauft worden, existiert dort aber auch nicht. Die bisherige Hausverwaltung Curanis geht offiziell erst im März in Konkurs. ?????

Bis heute liegt kein ordnungsgemäßer Nachweis eines Eigentumsübergangs (beglaubigter Grundbuchauszug) vor. Im August 2011 (!) kam erstmals eine Kopie, die natürlich jeder gefälscht haben kann. Da steht ab Mitte April eine Flesch UG in Düsseldorf als Eigentümer drin. Die gibt’s tatsächlich, zumindest im Handelsregister mit einem haftenden Kapital von 1000,-- Euro. - ????? - Aber unter der angegebenen Anschrift gibt’s auch diese Firma nicht. - ????? - Im Grundbuch steht eine Hypothek als Absicherung eines Bankkredits von 4,6 Millionen. - ????? - Die Hypothek wurde schon vor Gründung der Flesch-UG bewilligt, also gefälschte Eintragung im Handelsregister. Die UG-Gesetze sehen gegenüber der GmbH verschärfte Vorschriften vor.

Wie kommt man an Geld? Seite 3


Was macht man denn jetzt als Mieter, wenn man sich an die gesetzlichen Vorschriften halten und kein Risiko eingehen möchte? Ganz einfach, man beantragt ein Miethinterlegungskonto beim zuständigen Amtsgericht. Daß das gar nicht so einfach ist, habe ich dann gemerkt. Wahrscheinlich war ich auch der einzige Hausbewohner, der sich diese Mühe gemacht hat. Als Reaktion kam dann die fristlose Kündigung. Der Auftrag der Flesch-UG-Essen (!) an den Anwalt wurde bereits erteilt, bevor überhaupt ein Mietanspruch existierte. Interessanterweise wurde eine Anwaltskanzlei beschäftigt, die überwiegend aus Strafverteidigern besteht. Man ist also bestens gerüstet.

Und dieser Mieter Hardiek fordert doch tatsächlich immer wieder einen Nachweis des Besitzwechsels, beanstandet die Ungereimtheiten, schreibt an die Presse, schreibt an die zuständigen Staatsanwaltschaften (3 ermitteln inzwischen) und zahlt einfach die Miete weiter auf das gerichtliche Hinterlegungskonto, wo man nicht drankommt und informiert auch noch die Mitbewohner über den jeweils aktuellen Sachverhalt. Und läßt sich auch durch eine Riesen-Anwaltskanzlei nicht abschrecken. Das ist doch wirklich eine Frechheit.

Und dann fordert dieser böse-böse Hardiek auch noch eine Erstattung der Kosten, die ihm durch das Fehlverhalten der Flesch-Gruppe entstanden sind, und klagt auch noch gleichzeitig gegen Flesch-UG und Flesch-GmbH, also wirklich, wofür hat man denn die UG gegründet? Der Mahnbescheid landet in Essen, wo die GmbH sitzt und nicht die UG, was fällt dem Hardiek denn eigentlich ein? Der Richter entscheidet doch tatsächlich, daß die GmbH zu verklagen ist und zahlen muß. Sie zahlt auch anstandslos, im November 2011, solange hat sich das Ganze hingezogen. Keine Rede ist bis zu diesem Zeitpunkt von rückständigen oder gar fehlenden Mieten, die es ja auch nicht gibt.

Aber es gibt ja noch andere Möglichkeiten, die Mieter zu vergraulen, z.B. Teile der Aussenfassade, die in die äußeren Dielengänge hereinbrechen und nicht repariert werden, Außenfenster, die von Gurten zusammengehalten werden, Schimmel, der nicht beseitigt wird, Risse in den Wohnungswänden, bestialischer Gestank, der durch die Lüftungsschächte dringt, fehlende Stützplatten für die Feuerwehr, die trotz Beanstandung nicht gebaut werden, ständiger Baulärm über Monate hinweg, immer nur in der Mittagszeit, und nicht zu vergessen, immer neue Funkantennen auf dem Dach, auch wenn dabei mal das Dach durchbohrt wird und es hereinregnet und schimmelt.

Schließlich gibt es einen gerichtlichen Vergleich zur Auflösung des Mietvertrages zu Ende Februar 2012. Aufgrund von Problemen mit der neuen Wohnung verzögert sich der Umzug auf Ende März. Die Umzugsfirma hat Probleme, ohne die Feuerwehrstützplatten und bei einer ziemlich morschen Außen-Holzbalken-Fassade, ihren Außenaufzug anzubringen, aber schließlich klappt alles.

Wie kommt man an Geld? Seite 4


Endlich, jubelt die Flesch-Gruppe, sind wir den Hardiek los, das Gericht sitzt erst mal auf den hinterlegten Geldern, ohne diese auszuzahlen, was wohl einen Grund haben wird, und jetzt schlägt Flesch zurück. Hallo Jobcenter, wir haben von Januar 2011 bis März 2012 von diesem bösen Hardiek keine Miete bekommen.

Ein Kleinkind würde erkennen, daß hier etwas nicht stimmen kann. Kein Vermieter meldet sich erst nach 15 Monaten beim jobcenter, wenn dieses die Miete zahlt und die Miete nicht eingeht. Aber auf sowas braucht ein Unternehmen der Vivacon-Gruppe nicht zu achten. Schließlich hat man eh vorsorglich seine bestochenen Leute bei den jobcentern sitzen, schließlich geht es um viel Geld – auch aus der Staatskasse – und wenn's doch mal brenzlich werden sollte, muß man dies rechtzeitig erfahren, um schnell genug reagieren zu können.

Und so arbeitet das jobcenter weisungsgemäß und schreibt:
„Nach meinen Erkenntnissen haben Sie Leistungen ..... für die Zeit vom 1.Januar 2011 bis 31.März 2012 ..... zu Unrecht bezogen. ..... Sie haben während des genannten Zeitraums die Mietzahlungen nicht an Ihren Vermieter weitergeleitet. ..... Sie wußten ..... dass der Ihnen zuerkannte Anspruch .....weggefallen ist ..... Die aufgeführten Leistungen ..... sind zu erstatten.“

Nett und freundlich wie ich bin, informiere ich die Sachbearbeiterin beim jobcenter nochmal schriftlich über den Verbleib der Mieten und setze ihr eine Frist zur Korrektur Ihres Fehlers und für eine Eingangsbestätigung meiner Faxe. Nicht einmal diese bekomme ich. Schließlich hat die Sachbearbeiterin nach meinen Erkenntnissen genug Geld kassiert, um ihre rechtswidrigen Verleumdungsmaßnahmen fortzuführen.

Bei Einschüchterungsversuchen und Schikanen laufe ich zur Höchstform auf. Also: Antrag auf einstweilige Anordnung beim Sozialgericht, Strafantrag wegen Verleumdung bei der Staatswaltschaft, Dienstaufsichtsbeschwerde wegen Korruption und Beihilfe zu Millionenbetrügereien, letztere geht natürlich nicht nur an den Amtsleiter des jobcenters, sondern auch an die übergeordneten Ministerien.

Und diese Story wird natürlich veröffentlicht, im Internet sowieso und dann schaun wir mal, was die Presse daraus macht.

Vielleicht haben ja auch noch andere Opfer den Mut, sich zu melden, zum Beispiel bei mir: emails bitte an
harald@hardiek.de.


Kapitel 20 - f – Krimi Nr. 10, nach 2010, die Flesch-Leichenfledderer der Curanis-Pleite


Zur Erinnerung: Dies ist ein SF-Roman, der in einer Parallelwelt spielt. Er hat mit der realen Welt, in der wir leben, nichts zu tun.


Amtsgericht Essen, Aktenzeichen: 164 IN 59/13

In dem Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen
der im Register des Amtsgerichts Essen unter HRB 20133 eingetragenen Flesch Immobilien GmbH, Vogelheimer Str.72a, 45329 Essen, gesetzlich vertreten durch den Geschäftsführer Mike Flesch, Forsthausstr. 26, 45134 Essen
ist am 05.06.2013, um 10:07 Uhr angeordnet worden (§§ 21, 22 InsO):

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wird Rechtsanwalt Dr. Bruno M. Kübler, Moltkestraße 29, 45138 Essen bestellt.

Verfügungen der Schuldnerin über Gegenstände ihres Vermögens sind nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam (§ 21 Abs. 2 Nr. 2 2. Alt. InsO).

Den Schuldnern der Schuldnerin (Drittschuldnern) wird verboten, an die Schuldnerin zu zahlen. Der vorläufige Insolvenzverwalter wird ermächtigt, Bankguthaben und sonstige Forderungen der Schuldnerin einzuziehen sowie eingehende Gelder entgegenzunehmen. Die Drittschuldner werden aufgefordert, nur noch unter Beachtung dieser Anordnung zu leisten (§ 23 Abs. 1 Satz 3 InsO).

164 IN 59/13
Amtsgericht Essen, 05.06.2013

Kapitel 20 - g – Krimi Nr. 10, nach 2010, die Flesch-Leichenfledderer der Curanis-Pleite


Zur Erinnerung: Dies ist ein SF-Roman, der in einer Parallelwelt spielt. Er hat mit der realen Welt, in der wir leben, nichts zu tun.


Fortsetzung folgt


 
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